Co-Trainer geht

Der TSV Neunkirchen verliert nach Trainer Harald Gerstner, der Anfang Oktober beim Schlusslicht der Bezirksliga hingeworfen hatte, nun auch dessen Assistenten Damir Hasaj. 

Damir Hasaj (links, hier im Duell mit Stadelns Tobias Wölfel) verlässt Neunkirchen. 

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„Für mich“, sagt der 30-Jährige, „macht das keinen Sinn mehr“. Zunächst hatte es der spielende Co-Trainer, der erst im Sommer vom Baiersdorfer SV an den Brandbach gewechselt war, noch gemeinsam mit Daniel Hofmann, eigentlich Coach der Reserve, versucht, die Misere des Aufsteigers irgendwie zu beenden. Gelungen war das nicht. Neunkirchen überwintert mit acht Punkten aus 19 Spielen auf dem letzten Platz.

„Ich bin hierher gekommen, um der Mannschaft zu helfen. Als Co-Trainer sollte man die Mannschaft weiterbringen. Ich würde nicht sagen, dass das gelungen ist“, meint Hasaj. „Deshalb habe ich für mich entschlossen, dass es so nicht weiter gehen kann.“ Nach dem 1:3 in Hüttenbach hat er es seinem Team mitgeteilt. „Als Harry (Gerstner, d. Red.) gegangen ist, dachte ich auch, er lässt uns im Stich. Das gleiche könnte man nun auch bei mir denken.“ Trotzdem glaubt Hasaj, es sei der richtige Schritt.

Ein verlorenes halbes Jahr aber sei es nicht gewesen. „Man müsste sagen: Es war eine falsche Entscheidungen, nach Neunkirchen zu gehen.“ Hasaj aber sieht das anders: „Es war sehr lehrreich. Man nimmt da schon was mit. Das nächste Mal würde ich ein paar Dinge vorab anders hinterfragen.“ Wie es weiter geht, weiß der Mittelfeldmann noch nicht. „Ich habe keinen Druck“, aktuell will er am liebsten „nichts machen“. Bis Ende Januar, wenn die Wechselfrist verstreicht, könnte sich das aber wieder das ändern.

Quelle: Nordbayern.de